Deutschland und das Öffnen der Grenzen

Gedanken zu: http://www.zeit.de/2016/07/grenzsicherung-fluechtlinge-peter-sloterdijk-ruediger-safranski-erwiderung

Strategisch war das Öffnen der Route letztes Jahr insofern ein kluger Schachzug, als dass Deutschland innerhalb weniger Monate eine Million zukünftiger Steuerzahler, Arbeitskräfte und Eltern importiert hat, die für den Ausgleich der angesichts der Geburtenrate (1,47 in 2014) schwindenden Bevölkerung Deutschlands dringend nötig sind.

Die – finanziellen und gesellschaftlichen – Kosten der Integration sind zu tragen. Die Deutschen wie auch alle anderen Europäer sind innert nützlicher Frist nämlich kaum zu motivieren, genug Kinder zu bekommen – sieht man sich die massiven steuerlichen und sonstigen Benefits für Eltern gerade in Deutschland an, denke ich, dass die Kosten für eine substanzielle Hebung der Rate (um min. 0,7 Punkte) immens wären. Ich sehs mehr so, dass Deutschland noch mehr zum kleinen Amerika werden könnte, als es das schon heute ist.

Ein Argument gegen diese Strategie wären die akzeptierte Schrumpfung der Bevölkerung angesichts von Arbeitsplatzwegfall durch weitere Mechanisierung von Arbeit sowie eine dadurch nötige massive Reorganisation des Sozialstaats (Altersrente/Steuern). Aber ob das dann so schnell geht…?

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