Herbst

Die Sonne wärmt die kalten Gesichter
tritt flach ein ins Erdenrund
Gestalten schlagen lange Schatten
gekommen ist des Herbstes Stund’

Der Wind wirbelt durch die herbstlichen Strassen und bläst das Laub von den Bäumen und scheucht das Laub durch die Häuserschluchten. Das Laub sieht selbst im Neon der Strassenleuchten wunderbar farbig aus, ein gesättigtes Bild vom Ende des Sommers, es muss ein guter gewesen sein: die gefallenen Blätter sind zufrieden, strahlen vor Vergangenheit. Das Laub liegt wild und schön verteilt auf den Strassen, bildet die Bäume ab, von denen es gefallen, und zeigt die Pfade der Menschen, die durch es gelaufen. Und wieder der Wind, und weiter treiben die Blätter durch die Nacht. Die Menschen in der Herbstnacht trotzen der Kälte, die hereingebrochen ist, und pflügen durch das Laub und verschwinden in den Bars, Discos und Restaurants, deren Küche um diese Uhrzeit noch offen ist. Das Leben schlägt um, doch der Geist des Sommers bleibt. Immer.

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