Fremdsprachen und Leutschenpark

Da war eine Abstimmung, gestern. Der Souverän – das klingt so schön! – sagte Nein zu einer Initiative, die zwei Fremdsprachen in der Primarschule verbieten wollte und Ja zum Bau eines Parks im Leutschenbach-Quartier in Oerlikon. Zu den Fremdsprachen: Es ist gut, Schüler nicht zu unterfordern, ich weiss das aus eigener, gegensätzlicher Erfahrung. Sicher macht es keinen Sinn, Kindern, die es sonst schon schwer haben, noch Sätzchen in Französisch und Englisch einzuflössen, und die genaue Implementation des Sprachunterrichts wird dementsprechend noch angepasst werden, aber Verbote haben noch nie was gebracht… die meisten Mädchen und Buben werden sich später freuen, dass sie im Kindesalter diese Sprachen mit aufgenommen haben. Und die Lehrer und Schulpfleger, die hinter dieser Initiative standen, müssen sich halt öffnen, das ist der Wille des Volkes. Ich bin für gezielte Weiterbildung und gute Bezahlung der Lehrkräfte. Sehr wichtig, motivierend. Der Leutschenpark wiederum wird sehr teuer. «Blabla», hiess es vom Stadtrat, «gezielte Aufwertung für Aussenquartiere als Massnahmen gegen die Verslumung.» Fettes Argument für einen 1,5 ha grossen Park, der fast 30 Millionen Franken kostet. Das ist nicht Aufwertung, das ist verrückt! Böse Frage: Würde es nicht mehr bringen, die erforderliche Sanierung der auf dem Gelände befindlichen Altlasten durchzuführen, schöne Bäume und ein paar Bänke aufzustellen und den Rest in Jugendprogramme in Seebach zu stecken, damit es z.B. weniger Massenvergewaltigungen gibt?

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